Geld. Zukunft. Demenz.

Mit dem Blick auf die Zukunft bewegt uns Deutsche Vieles. Die Entwicklung der Rente, des Euro, des Wohlstandes und die Steigerungsraten der Gesundheitskosten treiben uns um. Manche beschäftigen sich auch mit der Integration der „Generation Y“ in die Arbeitswelt, aber das wird schon funktionieren!  Banken und Sparkassen diskutieren die Zukunft der Filiale, der Anlageberatung und der Digitalisierung der Geldgeschäfte. Und in manchen Banken und Sparkassen stellt man sich auch auf eine im Durchschnitt immer älter werdende Kundschaft ein. Zum Geldautomaten führt der Weg jetzt über eine schiefe Ebene und beim Onlinebanking kann die Schriftgröße auf ganz groß eingestellt werden. Und schon ist viel erreicht, oder?

Im Ernst, wir werden alle viel länger leben. Heute 75jährige fühlen sich ungefähr 10 Jahre jünger als sie sind. Die BAGSO hat in einer Umfrage erhoben, dass eine große Angst älterer Menschen, die Angst vor Fremdbestimmung ist. Fremdbestimmung über die Belange der eigenen Person, des eigenen Lebens und auch des vorhandenen Vermögens. Demenz/Alzheimer ist ein Grund für diese Überlegungen und mit dem Älter werden steigt auch die Wahrscheinlichkeit, hieran zu erkranken (Prognose der Demenzerkrankten siehe Tabelle).

Prognose
Ein großer Teil der vermögenden Deutschen gehört zur Generation der Älteren und ist demzufolge interessant für Banken und Sparkassen. Im Moment ist Demenz/Alzheimer noch kein Thema, dem sich Banken und Sparkassen aktiv stellen. Der Umgang mit demenzkranken Kunden und deren Angehörigen wird immer alltäglicher und ist ein Glücksspiel: für die Betroffenen, die Angehörigen und auch die Berater in den Finanzinstituten. Der Ausgang der Begegnungen ist oft ungewiss, denn gesetzliche Regelungen treffen auf gegenseitiges Missverständnis, große Unsicherheit im persönlichen Umgang und fehlende Erfahrung. Unwissenheit schafft Unverständnis und bedeutet leider sehr oft das jähe Ende einer jahrzehntelangen Kundenbeziehung. So wie der Alltag für Demenzbetroffene besonders ist, so werden auch die Geldgeschäfte besonders werden. Stellen wir uns darauf ein!

Es wird Zeit, sich dem Thema zu widmen. Nicht nur in der Familie, sondern auch in Banken und Sparkassen, denn die gehören ja gern dazu. Denken wir daran, dass auch wir älter werden – als Berater und als Kunden!

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Quellen: Das Wichtigste 1 – Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen, Deutsche Alzheimer Gesellschaft

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Kundenorientierung wird ein Ethik-Kongress Thema!

Internationaler Finanzethik-Kongress – Finethikon
Finethikon: das sind interdisziplinäre Ethik-Kongresse, in deren Mittelpunkt die Finanz-, Organisations- und Unternehmenswelt steht. Ethik, Werte und Moral verstehen wir dabei als starke Orientierungshilfen in einem sich rasch wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Umfeld. Strukturwandel ist eines der drängendsten Themen in Europa. Als ein nahezu idealtypisches Beispiel kann die Region Kleinwalsertal herangezogen werden, da dieser hier gleich mehrfach im Fokus steht. Neben ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen sieht sich das Kleinwalsertal in Folge der vehementen Ereignisse im globalen Finanzbereich auch als bedeutender Finanzplatz drastischen Umstrukturierungen gegenübergestellt. Aus diesem Grunde herrscht hier eine innovative Atmosphäre, die den Strukturwandel nahezu fühlbar macht.
 
Theorie/Praxis-Workshop
„Kundenorientierung ist nicht nur die Orientierung am Kunden, sondern auch die Orientierung des Kunden.“
 
Abstract
Der Vertrauensverlust in Banken und Sparkassen seit dem Ausbruch der Finanzmarkt-krise ist groß. Ihre Kunden sind zunehmend kritischer und nehmen in diesem Kontext die neuen und beratungsfreien Technologien als Alternative zur Beratung durch einen Kundenberater einer Bank oder Sparkasse wahr. Diese Wechselentscheidungen werden getroffen, obwohl deutsche Sparer in Umfragen ihre Kenntnisse über die Geldanlage- und Vorsorgemöglichkeiten als niedrig einschätzen und selbst kaum in der Lage sind, die Komplexität einer langfristigen Vorsorgeentscheidung zu verstehen. Während man daraus die Aufgabe für Bildungseinrichtungen ableiten kann, das Finanzwissen der Deutschen zu verbessern, und damit Banken und Sparkassen und auch Berater aus der Verantwortung für ihre Umsatzzahlen nehmen würde, kann man sich stattdessen fragen, welche Chancen diese Entwicklungen für Filialbanken und Sparkassen bieten, sich mit ihren Beratungsdienstleistungen für die Kunden unentbehrlich zu machen. Ein Ansatz hierfür kann insbesondere darin liegen, die Mehrwerte einer kundenorientierten vertrauensbasierten Beziehung für die Kunden erlebbar zu gestalten.
Im Workshop werden Wege aufgezeigt, inwieweit das mit unterschiedlichen Maßnahmen erreicht und begleitet werden kann.
  1. Moderne Kundenberatung – Vertrauen trifft Verantwortung
  2. Die dynamische kundenzentrierte Beraterzuordnung© – Betriebswirtschaft trifft Kundenorientierung
  3. Der Kundenbeirat – Vertrauen trifft Vertrauen
  4. Der neue Steinbeis Zertifizierungslehrgang „Angewandte Finanzpsychologie“