alternativlos. verantwortungslos. kundenlos.

Im Handelsblatt war am 24. Januar 2015 von einem deutschen Vermögensverwalter der folgende Satz zu lesen „Wir überzeugen risikoaverse Kunden damit, dass wir ihnen klarmachen, dass es keine Alternative zu Aktien gibt, wenn man mehr als die Minizinsen erzielen möchte.“*

Ja, die niedrigen Zinsen oder besser zinslose Anlageformen sind ein Problem für den Finanzentscheider, aber ist das der richtige Weg alternative Anlageformen anzusprechen?

Bei der Verwendung des Wortes sollten Berater und Beraterinnen nicht vergessen, dass 2011 „alternativlos“ zum Unwort des Jahres gewählt wurde. Die Jury begründete die Wahl wie folgt „Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe.“** Unwörter so die Jury, sind u.a. euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend.***

Fazit:

Wir machen es heute ganz kurz: Die Worte „alternativlos“ und „keine Alternative“ haben in einer objektiven, sachlich und fachlich einwandfreien Beratung keinen Platz! So einfach ist das! Denn erst ist alternativlos verantwortungslos. Danach macht es kundenlos.

Quellen:
* http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/depot-contest-es-gibt-keine-alternative-zu-aktien/10352004-3.html
**   http://www.tagesschau.de/inland/unwortdesjahres110.html
** http://www.unwortdesjahres.net/index.php?id=2

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Kundenorientierung wird ein Ethik-Kongress Thema!

Internationaler Finanzethik-Kongress – Finethikon
Finethikon: das sind interdisziplinäre Ethik-Kongresse, in deren Mittelpunkt die Finanz-, Organisations- und Unternehmenswelt steht. Ethik, Werte und Moral verstehen wir dabei als starke Orientierungshilfen in einem sich rasch wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Umfeld. Strukturwandel ist eines der drängendsten Themen in Europa. Als ein nahezu idealtypisches Beispiel kann die Region Kleinwalsertal herangezogen werden, da dieser hier gleich mehrfach im Fokus steht. Neben ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen sieht sich das Kleinwalsertal in Folge der vehementen Ereignisse im globalen Finanzbereich auch als bedeutender Finanzplatz drastischen Umstrukturierungen gegenübergestellt. Aus diesem Grunde herrscht hier eine innovative Atmosphäre, die den Strukturwandel nahezu fühlbar macht.
 
Theorie/Praxis-Workshop
„Kundenorientierung ist nicht nur die Orientierung am Kunden, sondern auch die Orientierung des Kunden.“
 
Abstract
Der Vertrauensverlust in Banken und Sparkassen seit dem Ausbruch der Finanzmarkt-krise ist groß. Ihre Kunden sind zunehmend kritischer und nehmen in diesem Kontext die neuen und beratungsfreien Technologien als Alternative zur Beratung durch einen Kundenberater einer Bank oder Sparkasse wahr. Diese Wechselentscheidungen werden getroffen, obwohl deutsche Sparer in Umfragen ihre Kenntnisse über die Geldanlage- und Vorsorgemöglichkeiten als niedrig einschätzen und selbst kaum in der Lage sind, die Komplexität einer langfristigen Vorsorgeentscheidung zu verstehen. Während man daraus die Aufgabe für Bildungseinrichtungen ableiten kann, das Finanzwissen der Deutschen zu verbessern, und damit Banken und Sparkassen und auch Berater aus der Verantwortung für ihre Umsatzzahlen nehmen würde, kann man sich stattdessen fragen, welche Chancen diese Entwicklungen für Filialbanken und Sparkassen bieten, sich mit ihren Beratungsdienstleistungen für die Kunden unentbehrlich zu machen. Ein Ansatz hierfür kann insbesondere darin liegen, die Mehrwerte einer kundenorientierten vertrauensbasierten Beziehung für die Kunden erlebbar zu gestalten.
Im Workshop werden Wege aufgezeigt, inwieweit das mit unterschiedlichen Maßnahmen erreicht und begleitet werden kann.
  1. Moderne Kundenberatung – Vertrauen trifft Verantwortung
  2. Die dynamische kundenzentrierte Beraterzuordnung© – Betriebswirtschaft trifft Kundenorientierung
  3. Der Kundenbeirat – Vertrauen trifft Vertrauen
  4. Der neue Steinbeis Zertifizierungslehrgang „Angewandte Finanzpsychologie“