Damit die „ex post“ nicht die letzte Kundeninformation wird

Die Dortmunder Ruhr-Nachrichten stellten fest: „Noch engagieren sich 20 Prozent der Bundesbürger ehrenamtlich. Doch laut der Deutschen Gesellschaft für Freizeit wird es bald nur noch jeder Fünfte sein.“ Der Umgang mit Prozent und der Prozentrechnung ist für die Mehrheit der Deutschen nicht einfach. Die Darstellung in Prozent erscheint aber einfach und erleichtert vermeintlich das Vergleichen unterschiedlicher Angebote. Wissenschaftliche Studien belegen jedoch, dass der kognitive Aufwand des Umrechnens in absolute Beträge nicht aufgebracht wird oder nur bedingt erfolgreich ist. Warum ist das für Banken und Sparkassen interessant?

Bildschirmfoto 2018-10-04 um 11.37.16.pngWo greifen Kunden eher zu? Bei „60 Prozent Rabatt“ oder beim Angebot „Zwei für Eins“?

Bis 2018 wurden die Kosten für die Vermögensanlage fast ausnahmslos in Prozent ausgewiesen. Es besteht die wissenschaftlich begründete Annahme, dass nur die wenigsten Anleger in der Lage waren (und sind), Prozentwerte in absolute Eurobeträge umzurechnen. Die tatsächliche und einfach zu bewertende Kostenhöhe blieb demzufolge unklar. Mit der neuen Kostendarstellung werden Anleger in die Lage versetzt, schnell und einfach zu verstehen, welchen Preis sie für die Anlageberatung zahlen werden. Diese Kostendarstellung und das damit verbundene Kostenerleben sind neu für Anleger und Berater/innen.

Kann der Umgang mit der „ex ante“ Kostendarstellung noch einfach gestaltet werden, wird die „ex post“ Kosteninformation ein Augenöffner für alle Anleger über die gezahlten Gesamtkosten des Jahres. Kunden kennen diese Information bisher nicht. Berater und Beraterinnen kennen diese Information bisher nicht.

Bereiten Sie sich auf diese Situation und bereiten Sie vor allem diese Situation vor. Sonst wird die „ex post“ die letzte Kundeninformation sein, denn Transparenz schafft Konsequenz! Wir machen Sie „MiFIT“ – hier erfahren Sie mehr.

 

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Kundenorientierung wird ein Ethik-Kongress Thema!

Internationaler Finanzethik-Kongress – Finethikon
Finethikon: das sind interdisziplinäre Ethik-Kongresse, in deren Mittelpunkt die Finanz-, Organisations- und Unternehmenswelt steht. Ethik, Werte und Moral verstehen wir dabei als starke Orientierungshilfen in einem sich rasch wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Umfeld. Strukturwandel ist eines der drängendsten Themen in Europa. Als ein nahezu idealtypisches Beispiel kann die Region Kleinwalsertal herangezogen werden, da dieser hier gleich mehrfach im Fokus steht. Neben ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen sieht sich das Kleinwalsertal in Folge der vehementen Ereignisse im globalen Finanzbereich auch als bedeutender Finanzplatz drastischen Umstrukturierungen gegenübergestellt. Aus diesem Grunde herrscht hier eine innovative Atmosphäre, die den Strukturwandel nahezu fühlbar macht.
 
Theorie/Praxis-Workshop
„Kundenorientierung ist nicht nur die Orientierung am Kunden, sondern auch die Orientierung des Kunden.“
 
Abstract
Der Vertrauensverlust in Banken und Sparkassen seit dem Ausbruch der Finanzmarkt-krise ist groß. Ihre Kunden sind zunehmend kritischer und nehmen in diesem Kontext die neuen und beratungsfreien Technologien als Alternative zur Beratung durch einen Kundenberater einer Bank oder Sparkasse wahr. Diese Wechselentscheidungen werden getroffen, obwohl deutsche Sparer in Umfragen ihre Kenntnisse über die Geldanlage- und Vorsorgemöglichkeiten als niedrig einschätzen und selbst kaum in der Lage sind, die Komplexität einer langfristigen Vorsorgeentscheidung zu verstehen. Während man daraus die Aufgabe für Bildungseinrichtungen ableiten kann, das Finanzwissen der Deutschen zu verbessern, und damit Banken und Sparkassen und auch Berater aus der Verantwortung für ihre Umsatzzahlen nehmen würde, kann man sich stattdessen fragen, welche Chancen diese Entwicklungen für Filialbanken und Sparkassen bieten, sich mit ihren Beratungsdienstleistungen für die Kunden unentbehrlich zu machen. Ein Ansatz hierfür kann insbesondere darin liegen, die Mehrwerte einer kundenorientierten vertrauensbasierten Beziehung für die Kunden erlebbar zu gestalten.
Im Workshop werden Wege aufgezeigt, inwieweit das mit unterschiedlichen Maßnahmen erreicht und begleitet werden kann.
  1. Moderne Kundenberatung – Vertrauen trifft Verantwortung
  2. Die dynamische kundenzentrierte Beraterzuordnung© – Betriebswirtschaft trifft Kundenorientierung
  3. Der Kundenbeirat – Vertrauen trifft Vertrauen
  4. Der neue Steinbeis Zertifizierungslehrgang „Angewandte Finanzpsychologie“