Nachhaltigkeit – Verantwortungsbewusstsein ist keine Generationenfrage

Nachhaltiges Investieren ist keine neue Idee. Über Jahre hinweg haben ethische und Umweltinvestments ein Nischendasein geführt und waren selten mehr als ein Mode- oder Trendthema für das Kundendepot. Jetzt zeigt die aktuelle Entwicklung im Kundenverhalten zunehmend, dass neben den Entscheidungen im Alltag auch bei der Vermögensanlage stärker darauf geachtet wird, wo und mit welchen Auswirkungen der eigene Euro angelegt ist und werden kann.

Es setzt sich die Idee durch, das eigene Vermögen verantwortungsbewusst und nachhaltig zu investieren: Die Anlage in Unternehmen und Ländern, in denen Arbeitnehmerrechte geachtet werden, Kinderarbeit verboten ist und in denen soziale Mindeststandards gelten sowie eingehalten werden, steht dabei ebenso im Mittelpunkt, wie Investitionen in umweltschonend und klimaschonend produzierende Unternehmen oder aber auch der Ausschluss von Waffen und/oder Tabakproduzenten sowie Herstellern von Alkohol.

Unterscheiden sich die Generationen in der individuellen Umsetzung? Studien kommen zum Ergebnis, dass die Generation der über 50-Jährigen klare Ausschlusskriterien bei einer nachhaltigen Ausrichtung ihrer Vermögensanlage präferiert. Erklärt werden kann dies mit einem breiten Schatz von Lebens-, Erlebens- und auch Anlageerfahrungen. Blickt man auf die Verteilung vorhandener Vermögen in Deutschland, wird deutlich, dass diese Kundengruppe ihren Beitrag leisten möchte und aufgrund der vorhandenen Vermögenswerte auch leisten kann.

Und die jüngeren Generationen? Für die 18bis 29-Jährigen zeigen die Befragungen deutlich, dass „die Rettung der Welt“ im Vordergrund ihrer Überlegungen steht. Die Rettung der Welt? Mehr nicht? Die Erwartung ergibt sich unter anderem aus einer zugespitzt radikalen Sicht auf die aus ihrer Sicht wenig ausreichenden Maßnahmen zum Klimaschutz, zu den täglichen Schockmeldungen zum Zustand der Erde, dem dokumentierten entseelten Umgang mit Menschen und Tieren sowie anderen menschen- und klimaschädlichen Verhaltensweisen. Man kann daraus schließen, dass jüngere Sparende demzufolge für unterschiedlichste Anlage- und Sparlösungen aufgeschlossen sind, welche auf Nachhaltigkeit abzielen und in diesem Sinne geeignet für „die Rettung der Welt“ sind. Bereits heute lässt sich in der Beratung jüngerer Kunden beobachten und erleben, dass sich nachhaltige Produktlösungen sehr viel einfacher und mit größerem Involvement der Kunden positionieren lassen. Gerade bei Sparplänen zur Zukunftssicherung ist eine sehr große Aufgeschlossenheit zu spüren.

Fazit:
Für Beratende, die das Thema Nachhaltigkeit bisher vernachlässigt haben, gibt es somit gute Gründe, dies zu ändern. Es wird nicht wieder verschwinden!

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