„Stärkere Portfolios für Frauen“ – Auch das ist die Finanzwelt 2019

Mit dem Newsletter „Stärkere Portfolios für Frauen“ lässt uns eine große Investmentgesellschaft über eine Anzeige an ihrem aktuellen Frauenbild teilhaben. (Quelle: Newsletter Fondsprofessionell: hier)

„Die Märkte werden immer komplexer, die Zeiten unruhiger und die Zinsen bleiben niedrig. Diese Herausforderungen können aufgrund einer längeren Lebenserwartung und teilweise weniger linearen Erwerbslebensläufen einen einzigartigen Einfluss auf Frauen haben.“

Uuups bin ich froh, dass ich ein Mann bin! Unruhige Zeiten, niedrige Zinsen – das alles scheint an uns Männern vorbei zu gehen. Beim Lesen der nächsten Zeilen wird mir auch klar, warum das so ist.

„… Mangel an finanziellem Selbstvertrauen und Wissen ebenso wie zu wenig Zeit halten viele Frauen davon ab, sich mit langfristiger Vermögensplanung zu beschäftigen.“

Ja, wir Männer sind da schon anders drauf. Finanzgewandt, selbstbewusst, langfristig planend und entscheidend, vorausdenkend vermögensplanend und, und, und. Aber es geht ja noch weiter:

„Es besteht allerdings das Potenzial, dass Frauen in Deutschland und Österreich zusätzlich 45 Milliarden Euro investieren würden, wenn die Finanzbranche gemeinsam daran arbeitet, Anlegen besser ins alltägliche Leben von Frauen zu integrieren.“

Ja! Ja! Ja! Bei uns Männern ist das Anlegen im täglichen Alltag angekommen, also integriert. Fußballwetten rund um die Uhr, bargeldloses Bezahlen im Stadion und die Riester- und Rüruprenten sind auch nach Männern benannt. Ja, wir können mit Geld umgehen. Seit 1949 gab es noch nie eine Finanzministerin in der BRD, warum wohl?

Frauen sind, wenn wir die Anzeige auf den Punkt bringen: wenig selbstbewusst, wenig verantwortungsvoll gegenüber sich selbst, risikoscheu, wenig informiert und finanzbildungsfern. Und sie können sich nicht für das Geld anlegen begeistern.

Das sind wir Männer alles nicht! Wir wachen jeden Morgen mit einem unbändigen Risikohunger auf, checken die Märkte und unsere Konten vor dem ersten Kaffee. Erst dann wird die Familie geweckt. In den Pausen unserer kurzen, aber intensiven Jobs, treffen wir sicher, schnell und routiniert unsere Vermögens- und Vorsorgeentscheidungen. Es ist uns ein Leichtes, aus dem Wirrwarr der aktuellen Märkte Trends und Ideen zu ermitteln und Potentiale zu erkennen. Aktien, Fonds und Vorsorgelösungen sind, neben unseren Lieblingsklubs, Kindern und Frauen, ein fester Bestandteil unseres Alltags. Die erste Kurzwahl unseres Handys ist mit unserem Finanzberater belegt. Ja, so sind wir.

Und deswegen macht diese Anzeige auch deutlich, dass euch Frauen auch nur Männer helfen können.

Liebe Leserinnen! Es gibt Anzeigen, die sind auch für Männer nur schwer auszuhalten. Das gilt insbesondere für diese. Der Grund für diese Kampagne steht auch im Text: Es geht um eure 45 Milliarden! Und dafür ist den Männern in der Finanzbranche nichts zu schräg und zu peinlich.

Aber wo ist Eure Reaktion? Was sagt Ihr dazu?

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