Frühjahrsputz für das Gehirn: Was ist eigentlich Risiko?

Gefühlt leben wir in einer Welt voller Risiken und bei allem was uns lieb und wichtig ist sind wir bemüht, Ungewissheiten zu vermeiden. Das gilt so beim Blick auf die eigenen Kinder oder auch beim Blick auf die Möglichkeiten der Geldanlage. Ungewissheit ist für uns Menschen schwer auszuhalten und so sind wir bemüht, diese mit Eintreffenswahrscheinlichkeiten zu versehen. Wir machen also aus der Ungewissheit ein Risiko, um konkrete (Risiko)Vorsorge treffen zu können. Damit unsere Kinder nicht einfach verschwinden, werden diese per GPS überwacht oder besser noch auf Schritt und Tritt begleitet. Damit uns bei der Zukunftssicherung nichts dazwischen kommt, werden bestimmt Anlageformen vermieden. Und schon haben wir ein gutes, ein sicheres Gefühl. Aber gibt es deswegen keine Ereignisse mehr, welche unser Leben oder unsere Geldanlageideen aus der Bahn werfen?

Fakt ist, die Unsicherheit bleibt. Es gibt immer wieder Ereignisse, mit denen so richtig keiner gerechnet hat. Erinnern wir uns an den ersten Armbruch unserer Kinder oder den 11. September 2001. Alle hatten und haben sie Auswirkungen auf unser Leben oder eben unsere Geldanlageideen.

Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz schreibt dazu: „Ein Ereignis oder ein Merkmal, das nicht gewiss ist, sondern eintreten oder auch nicht eintreten kann, nennt man ungewiss. Wenn die Ungewissheit aufgrund empirischer Beobachtungen oder kausalen Wissens („Design“) qualifiziert werden kann, so nennt man sie Risiko.“* Darüber hinaus bleibt die Frage offen, ob alle möglichen Ereignisse oder Merkmale überhaupt bekannt sind.

Risikokennzahlen für die Geldanlage sind immer mit Erfahrungswerten verknüpfte Prognosen. Sie geben uns ein besseres Gefühl, machen aber die Anlagewelt nicht sicherer.

Ist es nun besser im Leben vieles nicht zu tun? Nein, vielleicht hilft ganz einfach die notwendige Einsicht und Erkenntnis, dass es immer wieder Ereignisse geben wird, mit denen nicht gerechnet wurde. Weder von sogenannten Experten noch von einem selbst. Und mit dieser Einsicht lebt es sich auch leichter, gerade bei der Geldanlage.

Was hilft? Einsicht in die Ungewissheit und mehr kümmern, also auf dem Laufenden bleiben. Die Einsicht in die Ungewissheit schafft Gelassenheit. Und Gelassenheit sorgt für einen klareren Kopf. Den braucht man für die wichtigen Dinge im Leben oder bei der Geldanlage.

Die Ungewissheit ist eine feste Konstante in unserm Leben – akzeptieren wir das auch bei der Geldanlage, dann ist das sogenannte Risiko nämlich egal 🙂

Quelle: https://www.harding-center.mpg.de/de/gesundheitsinformationen/wichtige-begriffe

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