Warum Frauen ihren Frisör lieben! – Teil 1

Was unterscheidet einen Damenfrisör von einem Kundenberater einer Bank/Sparkasse? Glückliche Frau im Spiegel Der Frisör weiß, dass das Ergebnis seiner Arbeit zur Persönlichkeit seiner Kundin passen muss, ja muss. Und sehr regelmäßig trägt er mit seinem Schneiden, Fönen, Legen und ja, sogar dem Färben der Haare zum Wohlbefinden seiner Kundin bei. Beim Frisör ist es klar (meistens jedenfalls), eine Frau geht nur selten oder eher nicht in einen Herrensalon. Und in der Bank/Sparkasse? Wird da zwischen Frauen und Männern überhaupt unterschieden? Oder ist es möglich, das in der neuen „Unisexwelt“ der Tarife und Anlagelösungen Frauen und Männer die nahezu gleiche Leistung erhalten oder besser abbekommen? Wenn ja, warum eigentlich? Frauen – besitzen hochsignifikant öfter ein Sparbuch, – sind hochsignifikant öfter im Bausparen engagiert, – besitzen deutlich weniger Aktien, Schuldverschreibungen, Fonds und Zertifikate, – sind deutlich risikoaverser, – nutzen das Internet für Geldgeschäfte deutlich weniger, – suchen hochsignifikant öfter die persönliche Beratung, – informieren sich sehr viel weniger selbstständig über Geld, – sehen in Krisenzeiten hochsignifikant seltener Investitionschancen und – würden ihre Vermögensanlage sehr viel häufiger aus ethischen Gründen ändern als Männer.* Ja, damit werden die landläufigen Vermutungen, Annahmen und Erwartungen bestätigt. Aber das ist ja nicht die Erkenntnis aus der Befragung. Vielmehr sollten wir die Frage stellen, wie in der Kunden- und Anlageberatung, in der Vertriebssteuerung und im Marketing mit diesen doch sehr unterschiedlichen Einstellungen von Männern und Frauen umgegangen wird. Ja auch wir kennen „unisex“ – aber auch in der Beratung einer Bank/Sparkasse würde es gut in die Zeit passen, wenn signifikante Verhaltens- und Anlageunterschiede zwischen Kundinnen und Kunden berücksichtigt werden. Das gilt sowohl bei der Segmentierung bzw. Auswahl von Kundengruppen für bestimmte Anspracheanlässe als auch und noch viel mehr in der persönlichen Beratung. „Unisex“ sind nur die Tarife und Anlagelösungen. Wenn die Beratung und darüber hinaus die Kundenbegleitung und -betreuung bei Ihnen „unisex“ ist, dann hat das mit einer kundenorientierenden persönlichen Beratung sehr wenig zu tun. Fragen Sie sich nach Ihren Beratungsgesprächen ruhig einmal: „Was hätte ich anders gemacht, wenn mein Kunde eine Frau gewesen wäre?“ Wir hoffen, dass Ihnen jetzt etwas einfällt! Fazit: „Unisexverhalten“ bei der Geldberatung macht nicht sexy! Leben Sie den Unterschied und Ihre Kundinnen und Kunden lieben Sie! *Quelle: Finethikon: Jahrbuch für Finanz- und Organisationsethik, Band 2 (2011), Aufsatz „Geld ist gut!“, Prof. Dr. S. Meck/P. Brenske ** Bild: Fotalia.com

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