„Beratungsprozess“ nein danke?

„Beratungsprozess, nein danke!“ so oder so ähnlich klingt es aus dem Mund einiger vieler Beraterinnen oder Berater. Die Angst vor dem Verlust der Individualität ist groß. Zu Recht?
Ja, sie haben Recht. Denn mit einem angesprochenem „Beratungsprozess“ werden die Kunden verschreckt oder bringen ihren Anwalt gleich mit. Die naheliegende Assoziation des Wortes „Prozess“ liegt mit dem Blick auf Banken und Sparkassen eben nicht auf einem systematischen, neutralen und objektivem Beratungsablauf, sondern eher vor Gerichten dieser Republik. Ja, und deswegen sollte der Begriff „Prozess“, in welchen Zusammenhang auch immer, in einem Kundengespräch vermieden werden!
Nein, sie haben nicht Recht.  Denn ein systematischer Beratungsablauf
–       ist qualitätssichernd und qualitätssteigernd.
–       hilft im Umgang mit kognitiven Dissonanzen eines Beraters/einer Beraterin bei der objektiven Lösungsfindung für einen Anleger.
–       vermeidet „multitasking“ ähnliche und somit qualitätshemmende Denksituationen im Kopf.
–       gibt der notwendigen Lösungsindividualität eines Beraters/einer Beraterin den nötigen Freiraum.
–       schafft anbietergleiche Beratungsstandards und Beratungsergebnisse.
–       schützt die Kunden-Berater-Beziehung.
–       hilft heute die regulatorischen Anforderungen an die Beratungsdokumentation besser zu erfüllen.
Ja, ein „Beratungsprozess“ macht Sinn. Nicht nur, weil er in den wesentlichen Studien, die für das Verbraucherschutzministerium geschrieben wurden, vehement eingefordert wird. Und nicht nur, weil er als „Deckmantel“ für die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen an eine Anlageberatung dient. Sondern ganz einfach, weil ein Anleger ein Recht auf eine individuelle, objektive und neutrale Beratung bei seiner Bank/Sparkasse hat.
Fazit:

Ein Individuum neigt zur Individualität. Ein moderner „Beratungsprozess“ schafft die nötige Lösungsindividualität für einen Berater/eine Beraterin, um die Kundenbedürfnisse zu erkennen und zu bewerten. Gleichzeitig vermeidet er aber auch individuell-kognitive fehlerproduzierende Prozesse eines Beraters/einer Beraterin in der Anlageberatung.

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